Sag’s nicht weiter Liebling

Sags nicht weiter Liebling

Sophie Kinsella

Klappentext

Emma Corrigan scheint vom Pech verfolgt.
Alles in ihrem Leben geht schief, und jetzt auch noch das: Sie sitzt in einem von Turbulenzen geschüttelten Flugzeug und sieht ihr letztes Stündlein gekommen. In Panik legt Emma eine dramatische Lebensbeichte ab: Jedes Geheimnis, jede jemals geäusserte Lüge bricht aus ihr heraus. Zu dumm, dass Emmas Sitznachbar alles andere als ein Unbekannter ist…

Rezension

Wenn im Leben doch einfach etwas funktionieren könnte, wie man es wollte! Aber seit ihre Cousine Kerry damals bei ihnen eingezogen ist, hat Emma nicht nur das Gefühl, die unzulängliche Tochter zu sein, weil Kerry ach so perfekt ist, sondern dass sich durch den rasanten Interessenumschwung kein Job länger als ein paar Monate ausgeführt werden konnte. Aber jetzt ist sie zuversichtlich, bald hat sie ihr erstes Jahr hinter sich bei Panther Cola und hat einen superwichtigen Auftrag, der dazu führt, dass sie geschäftlich nach Schottland fliegen muss, im Namen der Firma. Dasitzen und hübsch lächeln, das kann sie. Aber die Firma lehnt eine weitere Zusammenarbeit ab und sie denkt, das sei ihre Schuld. Dazu kommt ihre immense Flugangst, wodurch sie sich an der Flughafenbar so betrinkt, dass ihre Zunge locker sitzt. Flugturbulenzen wirken da so schön kontraproduktiv, dass sie ihrem Sitznachbarn kurzerhand alles erzählt, was ihr durch den Kopf geht, angefangen bei der leichten Gewichtslüge, über das Giessen der unliebsamen Mitarbeiterin mit Orangensaft bis hin zu grösseren Geheimnissen. Im Glauben, ihn nie wieder zu sehen, fühlt sie sich etwas besser. Aber das Leben ist nicht fair, denn der Unbekannte ist einer der zwei Firmengründer von Panther. Er zeigt gesteigertes Interesse an ihr und fängt an, sich mit ihr zu treffen, erst, um sein eigenes Geheimnis geheim zu behalten, bis hin zu dem Verlieben in diese quirlige Person. Ihr wird wiederum klar, dass ihre Beziehung mit ihrem Freund Connor auf keiner guten Basis steht und macht Schluss. Seine Trauer währt nicht lange, zu schnell erwischt sie ihn knutschend mit einer anderen, während er jedoch öffentlich das Opfer mimt.
Doch als er bei einem Interview im Fernsehen zu viele ihrer Geheimnisse ausplaudert, glaubt sie, nur ausgenutzt worden zu sein. Das Herz zerbricht und sie ist kurz davor, das, was sie von ihm weiss, dafür zu nutzen, an sein Geheimnis zu kommen. Aber Jack sollte es gelingen, ihr klar zu machen, dass es ein Unglück war, dass er alles ausgeprochen hatte. Und ehe ihre epichte Mitbewohnerin an das Geheimnis gelangen konnte, findet die Romanze zu einem guten Ende.

Kritik

Man ist doch etwas voreingenommen, wenn man bereits drei oder vier Kinsella-Bücher gelesen hat. Gleichzeitig hat man grosse Ansprüche. Doch wurde ich dieses Mal genau so wenig enttäuscht. Witzig, spritzig, verfolgt er der klaren Kinsellalinie und obwohl man weiss, dass es ein Happy End geben wird, weil das ja so üblich ist, ist der Weg dahin das Unterhaltsame. Und man beginnt für sich selbst über seine Geheimnisse zu sinnieren, welche man hat und warum. Der Aufbau insgesamt ist so einfach wie auch erfolgreich. Das kleine, hübsche Mädchen und der überraschend oft dunkelhaarige, starke Mann. Ritter in der glänzenden Rüstung auf Modern und Britisch. Auch dieses Buch ist ein herrliches Schmankerl für einen Tag Glückseligkeit, ein ideales Buch gerade für die jetzt kalt werdende Jahreszeit, um es sich bei Wind und Wetter vor dem Kamin bequem zu machen und zu lesen.
Nichts für jene, die gerne allzu viel Tiefgang haben oder sich eine Romanze wie Romeo und Julia erhoffen. Bei mir hatten sie bis jetzt immer einen Feel-Good-Effekt und zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht.

Bewertung

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