Schwarz

Schwarz

Stephen King

Klappentext

Ein Heer von Feinden, unsägliche Strapazen und Gefahren markieren Rolands Suche nach dem Dunklen Turm
“Dieses Werk scheint mein eigener Turm zu sein: Diese Menschen verfolgen mich, allen voran Roland. Weiss ich wirklich, was der Turm ist? …Ja…und nein. Sicher weiss ich nur, dass mich die Geschichte über einen Zeitraum von 17 Jahren wieder und wieder bedrängt hat.”
Stephen King über seinen Roman

Rezension

Im ersten Band von Stephen Kings epischer Fantasyserie durchstreift Roland, der letzte Revolvermann, auf der Suche nach dem mysteriösen Dunklen Turm eine sterbende Welt. Der Auftakt zur großen Saga, hier gelesen noch die alte Fassung von 1989.
“Schwarz” war erst der Anfang, dem noch weitere Bücher folgten und wie King selbst sagt, nutzt die Geschichte ihn als Portal zur Schriftwerdung, eine eigene Buchreihe über Tausende von Seiten, die über die Jahre verteilt immer wieder erscheint. Aktuell umfasst die Reihe um den Dunklen Turm acht Bücher und das Fandom spricht eine eigene Sprache.
Als Fan von Fantasy hatte ich mit “Schwarz” ganz ehrlich meine liebe Mühe, in die Geschichte hineinzukommen. Nun gut, es existiert offenbar mittlerweile eine von King selbst geschriebene Neufassung, die ich mir wohl irgendwann besorgen und lesen werde und so merke, ob es markante Unterschiede gibt.
Sie ist weder schlecht geschrieben, nur tappt man eine Weile im Ungewissen, in was für einer Welt man sich befindet. Sie unterscheidet sich in vielen Punkten von der Welt, wie wir sie kennen, hat aber doch Elemente, die uns bekannt sind, beispielsweise Lieder wie “Hey Jude”. Aber das Buch war dann doch interessant genug, dass ich es nur über kurze Zeitdauern weglegen konnte. Mit jedem Schritt mehr, den unser Revolvermann, der Letzte seiner Art, durch Wüstenlandschaften tat, begleitete man ihn. Die drückende Stille einer heissen Wüstenlandschaft zwischen den Zeilen, bis man auf den Jungen Jake trifft, der in einer Welt, die unserer gar nicht unähnlich ist und womöglich sogar die Unsere ist, gestorben ist, wurde mir bewusst, dass das kein “gewöhnlicher” King-Roman ist. Kein Horror der Spitzenklasse, sondern wirklich schlicht Fantasy, wie man es vom King of Horror nicht kannte. Der Auftakt wirkt auf mich am Ende wie ein in eigenes Buch gebundener Prolog auf alles, was erst noch kommt. Und King ist jemand, dessen Vorworte ich mit Hochgenuss lese, dessen Danksagungen und folgende Worte in mich aufsauge und gespannt darauf warte, was noch kommt. “Drei” liegt bereit, so oft gelesen zu werden, die ich Zeit dafür finde und die anderen Exemplare zittern schon begierig, ebenfalls wieder gelesen zu werden.

Kritik

Nein, King und vor allem Schwarz ist keine leichte Lektüre für zwischendurch. Das Buch ist dann doch zu spannend, als dass ich es einfach weglegen könnte, und der Ehrgeiz, die Reihe in Angriff zu nehmen, war dann doch zu gross. Für mein Empfinden geht es in diesem Buch vor allem darum, Roland kennen zu lernen, ein wenig von seiner bisher bekannten Vergangenheit aufzudecken und mit ihm mitzuleiden, wie er den Mann in Schwarz jagt und letztlich dann wirklich erreicht. Keine Jagd nach dem weissen Kaninchen, das man dann doch nie erwischt, sondern ein alter Bekannter. So viele Fragen, wie sie sich nach und nach stellen, stehen vor allem am Ende noch sehr viele mehr und obwohl ich durchaus ein fantasiereicher Mensch bin mit ausreichend Vorstellungskraft spürte ich, wie vieles davon meinen Verstand tatsächlich überstieg. Man merkt auch, dass er jahrelang am Ganzen geschrieben hat, aber so besessen wie King vom Dunklen Turm ist, so versessen bin ich darauf, mehr und mehr von seiner ganz eigenen Fantasywelt aufzudecken.

Am Rande

Der Vorteil, eine Leseratte zur Mutter zu haben, will natürlich ausgenutzt werden. Und da die Regel gilt, dass ich jedes Buch lesen darf, dass sie bereits gelesen hat, habe ich freien Zugang zum ganzen Sortiment von Stephen King. Das erste Buch damals war ja noch The Green Mile, was bereits auch wieder etwas um die fünfzehn Jahre her ist. Die nächste Idee von mir war, passend zu Serien und Filmen, die ich sehen möchte oder gesehen habe, die Bücher zu lesen, am Liebsten im Voraus. Mit dem Bekanntwerden der Verfilmung vor Jahren wuchs natürlich die Hoffnung auf ein neues Meisterwerk, immerhin habe ich mich gerade erst der Aufgabe, alle King-Bücher mehr oder weniger einer Reihenfolge nach zu lesen, angenommen. Nach der Lektüre von “Schwarz” empfinde sogar ich den Trailer als etwas schwach auf der Brust. Mein Urteil zum Film kann also erst folgen, wenn ich den Film irgendwann gesehen habe (ich bin kein fleissiger Kinogänger. Wäre es gerne, aber bin es nicht. Verpasse zu oft die Laufzeit).

Bewertung

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