The Walking Dead 8×2

The Walking Dead 8×2

The Walking Dead

Spoiler – Warnung

+++ Folgender Beitrag kann Spoiler enthalten. Lesen also auf eigene Gefahr. Und ich habe gewarnt. +++

8×2 – Die Verdammten

Wem es in der vorherigen The Walking Dead-Folge an Action und Bleigehalt gefehlt hat, der wird in The Damned auf seine Kosten kommen. Rick und seine Verbündeten führen ihren Plan zur Zerstörung der Saviors weiter aus. Was bleibt dabei aber noch von ihrer Menschlichkeit? [

Kritik

Es ist Montag. Punkt 21.00 schaffe ich es rechtzeitig, mich vor die Kiste zu pflanzen und mich von The Walking Dead in Spannung bespassen zu lassen. Damit existiert wenigstens etwas, das ich live gucke, von Anfang an, so ganz wie früher, als es Aufnahmefunktionen, wie wir es heute geniessen können, noch nicht gab und die Videokassetten irgendwann auch voll waren.
Nun gut, um mein Siebhirn zu sortieren, brauchte ich doch ein paar Momente, damit ich wieder alle Schauplätze auf dem Schirm hatte und so oft, wie gerade Eric gezeigt wurde, war mir leider klar, dass er mindestens getroffen wurde (Spoiler: Bauchgefühl hatte recht). Allgemein hielt sich die Spannung mehr oder weniger durchgehend stabil, aber das Mitfiebern, wie ich es von früher kenne, blieb enttäuschenderweise mal wieder aus. Okay, die Zooms auf die Gesichter, damit man die Schminke besser sieht, finde ich super, auch die Schnitte, um von einer Situation in die nächste zu springen, fand ich für meinen Geschmack echt gut gelungen. Zwei der spannendsten Momente waren für mich Rick im vermeintlichen Waffenlager und der Hosenpisser Tommy. Aber echt jetzt, bei dem roch man selbst durch den Fernseher, dass etwas faul ist. Arbeiter tragen, soweit ich weiss, Kleidung wie minim bessere Jutesäcke, dafür haben wir Daryl oft genug in so einer Situation rumhüpfen sehen. Nun gut, sich mit Jesus anzulegen ist reichlich dumm, wie man mittlerweile auch weiss und dieses Pseudodrama zwischen Jesus und Tara, die jeweils zu Maggie und Rick rennen und flennen wollen, finde ich einfach nur lückenbüsserhaft. Sei’s drum, was daraus noch gestrickt wird.
Was mir auch klar war, war, dass die Macher Morgan nicht so unspektakulär abtreten lassen wollen. Denen fehlen einfach ein paar Cojones, dann und wann bekannte Gesichter spontan über die Klippe zu schmeissen, den Death Count wieder etwas anzuziehen und das auch gerne in solchen Situationen, wie es bei Morgan der Fall war – pamm tot, fertig. Getrauert wird sowieso immer nach dem Kampf. Aber immerhin haben sich die überlebenden Saviors, die vor Morgan aus der Anlage kamen, sich brav ergeben. Alle in einen Laster verfrachten und irgendwo in eine Grube kippen. Wird schon.
Neben Morgan lagen die eigentlich toten Mitstreiter, zwischen denen er wieder aufgewacht ist. Und es war für mich leider leider viel zu deutlich zu sehen, wie der gute Mann noch immer atmet. Da kann mir keiner erklären, dass er sich gerade verwandelt. Das wurde schon so oft gezeigt, ganz zuerst sogar bei Amy, und Walker atmen einfach nicht! Atmende Leichen finde ich einfach immer enttäuschend, egal in welchem Format und es ist schon lange ein Spleen von mir, Leichen so lange anzuglotzen und die Lebenszeichen der Darsteller zu finden. Es ist tot, warum atmet es…

Ricks Faustkampf erzeugte tatsächlich wieder Spannung und ein Gefühl des Mitfieberns, der Tod durch die Winkel war absehbar. Der Plottwist kam erst mit Baby Grace, dass der Tote mehr oder weniger die gleiche Situation durchlebt hatte wie Rick – alleinerziehender Papa, der sein kleines Baby irgendwie durchbringen will. Morales verliess ja bereits in der fünften Episode der ersten Staffel mit Frau und Kindern die Ur-Konstellation der Atlanta-Gruppe und wollte sich nach Birmingham, Alabama durchkämpfen. Irgendwo auf dem Weg wird er diese Familie vermutlich verloren haben, mitsamt der Hoffnung und hat sich dann wohl bei den Saviors wiedergefunden. Die Wiedersehensfreude hält sich sehr gering und wie es weitergeht, sehen wir erst in der neuen Episode in einer Woche.

Zu guter Letzt hoffe ich einfach, dass Caryl nicht direkt wieder bachab geschickt wird und sie Michonnes Comicrolle einnimmt und Ezekiels Schatzi wird, weil ja, nach vielen Staffeln habe ich Carol liebgewonnen und finde sogar Caryl ansprechend. Auch Daryl soll mal wen haben, ehe sie den vielleicht endlich zu den Toten jagen. Das gelingt unzähligen Filmen wunderbar, einen Norman Reedus spontan über den Jordan zu jagen, TWD soll sich storymässig noch so weit verbessern, dass Daryl endlich gehen kann. Wie ist mir egal, nur dass. (Diese “If Daryl dies we riot” Bitches dürfen sich dann gerne nach einem neuen Sendungsformat umsehen. My Little Pony zum Beispiel).

Bewertung

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