The Walking Dead 8×7

The Walking Dead 8×7

The Walking Dead

Spoiler – Warnung

+++ Folgender Beitrag kann Spoiler enthalten. Lesen also auf eigene Gefahr. Und ich habe gewarnt. +++

8×7 – Für Danach

Negan muss die Hilfe seiner Leutnants in Anspruch nehmen, um ein riesiges Problem zu lösen, das dem Sanctuary gegenübersteht; Rick und die Gruppe setzen den Plan fort.

Kritik

Die erste Frage vorneweg, die für mich momentan eine der Wichtigsten ist: Gibt es Action? Jaein. Gegen Ende gibt es einen Hauch von “Etwas passiert ja doch noch”, aber viel zu spät und viel zu kurz.

Die heutige Folge beginnt eigentlich spannungsversprechend mit Rick im Container, der gefesselt hinausgelassen wird und nein, er ist nicht nackt, das geht im prüden Amerika ja nicht, er trägt Boxer. Unsere liebe Jadis schiesst fleissig Fotos von unserem Ricky, für eine Skulptur, “für danach”. Was und welches danach ist, verrät sie nicht und man meint wirklich, das sei geheimnisvoll und spannend, aber für mich ist es einfach nur langweilig und nervig. Die ganze Scavenger-Sache ist einfach nur langatmig und immer noch unnötig.

Nach dem Opening, das sich immerhin selbst immer noch treu bleibt, sind wir bei Eugene, der sich hübsche Notizen macht. Es dauert nicht lange um zu wissen, dass heute er im Fokus steht. Sehr stark sogar. Nach dem Aufschreiben diverser Dinge stattet er Dwight einen Besuch ab und wir müssen nicht lange warten, damit er sein Wissen enthüllt. Er verlangt von Dwight, dass er mit seinem Doppelspiel aufhört, die ganze Sache einstellt und im Gegenzug würde er ihn nicht verraten. Man kann erahnen, wie Negan mit einem Verräter umzugehen weiss. Da gibt es mehr als nur ein Bügeleisen ins Gesicht. Dwight zeigt sich weniger beeindruckt und packt den Grosse-Töne-Spucker am Kragen, setzt ihn hin und erläutert ihm die Tatsachen. Wie lange werden die Saviors denn noch sicher sein? Und ja, Eugene, wie lange kannst du dich hier als Feigling wohl und sicher geborgen fühlen? Er macht auf dicke Eier, aber man riecht die Angst selbst durch die Lautsprecher hindurch.

Auf dem Rückweg passt Dr. Carson ihn ab und will fernöstliche Medizin in Form von Kräutern organisieren, um den geschwächten Gabriel wieder fit zu machen. Gebissen wurde er scheinbar doch nicht, in ihm toben dafür genug Infektionen und es ist eine Frage der Zeit, bis Organversagen eintritt und ihn so zugrunde richtet. Er redet mit Eugene über Glauben, über Richtig und Falsch. Kein sonderlich freundliches Gespräch, will man meinen, Eugene will sich wirklich als savior fühlen und kapselt sich von seinen alten Weggefährten immer mehr ab. Gut ist sowieso relativ, aber sein Dank, dass ihn die anderen so lange am Leben hielten, hält sich doch etwas sehr mager.

In der Zwischenzeit sehen wir kurz Morgan, der die hübsche Beissermasse beobachtet, sie sich rund ums Sanctuary tummeln.

Ungefähr zur gleichen Zeit wird Eugene zu Negan gerufen und sie führen ein schönes Gespräch und unser Fokuhila-Mann erhält einen seltenen Handschlag vom schlägerschwingenden Boss. In diesem toben gut sichtbar die zwei Widerstände. Anstatt den Ghettoblaster von Tanja zu reparieren, will er etwas anderes kreieren und sucht sich im Keller etwas ganz Bestimmtes. Dieses Etwas ist der iPod aus Sashas Sarg, die dank ihm sterben konnte und die Absicht hatte, Negan zu töten.

Vor der geplanten Aktion, das Sanctuary mit dem Transporter anzugreifen, haben uns nicht nur Rosita verlassen, sondern etwas später auch Michonne. Diesen Angriff überlässt sie Daryl, Tara (immer noch mit der neuen Synchronstimme, der einiges abgeht, was die vorherige Sprecherin so schön konnte. Die Freude, der Humor und der Hauch von Sarkasmus fehlt mir einfach, die Stimme ist lahm und langweilig und asfsdhfljdlsdf!) und Morgan.

Das Etwas von Eugene wird ein Audiogleiter, der mit Musik in guter Lautstärke die Beisser weglocken soll. Er führt sogar ein Audiolog über seinen geplanten Versuch, wird vor dem Start aber von Dwight aufgehalten. Trotzdem startet er den Gleiter und Dwight gelingt es, ihn vom Himmel zu schiessen, woraufhin endlich etwas Action kommt, da die Schiesserei losgeht. Daryl fährt den Truck direkt ins Sanctuary und steigt aus, ehe das Ding durch die Wand bricht, wodurch sich die Beisser hinein begeben können.

Eugene sieht zu, wie sich die Wandelnden auf die Saviors stürzen, die sie nicht aufhalten können. Die starre Angst wandelt sich mit jeder Sekunde mehr zu einer rasenden Wut, die er an Gabriel auslässt. Geschwächt bleibt diesem keine Möglichkeit, auch nur ein Wort zu erwidern, ehe Eugene wieder abzieht. Im Hauptquartier scheint es so, als würde er Dwight verraten wollen. Nun, ihm sei angerechnet, dass er genug Rückgrat besitzt, es nicht zu tun. In seinem Zimmer säuft er genug vom Kichersaft, dass er kotzt und danach weitersäuft. Tja, hin- und hergerissen zwischen gut und richtig muss er alleine die Entscheidung für sich treffen, wie er sich entscheidet und ich hoffe, er besinnt sich wieder zurück zu den Leuten, die quasi seine Familie waren, die für ihn starben.

Rick wird wieder aus dem Container geholt, das “für danach” wird finalemente enthüllt. Ein hübscher Beisser an der Stange wird dem gefesselten Mann vor die Nase gehalten, aber Bart-Rick wäre nicht Bart-Rick, wenn er sich nicht zu wehren wüsste. So gut, dass der Beisserkopf auf Stange am Boden liegt, kurz vor Jadis’ Nase. [Töte die ganze Bande endlich, die sind doch eh nur nutzloser Füllkram!] Mit dieser Kraft der Überzeugung bewegt er die Anführerin der Scavengers zu einem Deal. Sie will eigentlich alles, was bei den Saviors rumliegt, Rick verspricht ihr einen Viertel. Er verweigert ihr sogar, für eine Skulptur Modell zu stehen, die sie zu diesem Viertel haben will und kriegt sie endlich rum, zu den Saviors zu fahren und mit den anderen Leuten endlich zu erledigen. Mit ihnen im Handgepäck reist er hin, nur um dann zu entdecken, was Daryl bereits getan hat. Der Blick verspricht Bände, dass das Konsequenzen haben dürfte, aber Daryl ist nicht mehr Ricks Hundchen und ja, es hat sich jetzt genug für das Midseason-Finale zusammen gespitzt, dass es halbwegs unterhaltsam werden dürfte.

Ja, auch in anderen Staffeln und Folgen wurde viel gequatscht, einzelne Charaktere in den Mittelpunkt geführt, aber das Gequassel hielt sich mit Unterhaltung einigermassen gut in der Waage, dass man nicht beinahe einschlief. Es wurde viel versprochen, nach sieben Folgen muss ich enttäuscht sagen, dass davon kaum etwas gehalten wurde. Was nützen die coolsten Kameraführungen und Bildschnitte, fetter Soundtrack und coole Beisserschminke, wenn das Eigentliche, was eine Episode ausmacht, so lahm ist, dass selbst ich als treuer Anhänger mich frage, warum ich mich noch dazu hinreissen lasse, um 21.00 vor der Kiste zu sitzen und das zu gucken, fleissig Notizen machend.

Mittlerweile freue ich mich daher auf das Midseason-Finale, dass ich bis im Februar dieser Tradition montags nicht folgen muss, die Vorfreude auf den zweiten Teil der achten Staffel hält sich aber jetzt schon sehr mager. Vermutlich wird die Serie in absehbarer Zeit sogar ganz eingestellt, wenn es mehr kostet, als es einbringt.

Bewertung

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